Trainingslager Oberhof 2014 - Tagebuch - Fechter im Wald

Oberhof - 23. - 29. August 2014

 

Hallo liebe Leser, ein Jahr musstest Ihr warten, ein Jahr mussten wir warten, aber ENDLICH können wir wieder raus aus der Stadt und rein in den Wald! Vor uns liegen 7 Tage, in denen wir die sportlosen Folgen der Ferien beseitigen und den Schlafrhythmus unserer Sportler wieder auf Normalwerte bringen müssen.


Dieses Jahr wird alles noch besser, wir haben mehr Sportler mit, mehr Eltern und natürlich auch mehr Betreuer. Wir versuchen, die 1500 Bilder vom letzten Jahr noch zu toppen, und wir versprechen hiermit, dem Zeitgeist folgend, mehr Selfies!

Besonders freuen wir uns, dass wir deutlich mehr Thomas dabei haben, nach Tagesbesuchen in den letzten Jahren kommt er endlich ganz regulär mit!


Aktuell wird fleißig gepackt, der Luftdruck an den Autos erhöht und Christian baut an seinem die Innenverkleidung ab, damit alles reinpasst.

Da es natürlich erst morgen los geht, und dann auch erst Inhalt hier erscheint, könnt Ihr bis dahin zur Einstimmung die Tagebücher von 2011, 2012 und 2013 nochmal lesen. Guckt regelmäßig rein, die täglichen Aktualisierungen erscheinen in diesem Artikel, auf Facebook gibt es dazu spontane Meldungen oder Fotos.

 

 

 

Tag 1

 

Bevor der eigentliche Bericht für den ersten Tag kommt, wurden wir gebeten, folgendes klarzustellen: Wir haben dieses Jahr "mehr" Thomas dabei, weil Thomas erstmals 5 Tage bei uns bleibt, und nicht etwa, weil Thomas an Volumen zugelegt hat. Das ganze Gegenteil ist der Fall. Durch sein individuelles Sportprogramm im Urlaub ist er in der Form seines Lebens. Wir werden sehen!


Jetzt aber zum Tagesgeschehen! Traditionsgemäß sind wir in das diesjährige Trainingslager wieder mit der Anreise gestartet, alle Sportler sind heil angekommen, einige, nicht näher erwähnte, Cheftrainer sind zwar einen kleinen Umweg gefahren, aber wir sind ja auch erst das vierte Mal hier, da kann man den Weg auch mal vergessen.


Die Sportler wurden auf ihre Zimmer verteilt, wobei bei einigen der erste Kampf des Tages anstand, denn die Betten mussten bezogen werden! Alles nicht so einfach. Es wurde sich häuslich eingerichtet und anschließend zum gemeinsamen Mittagessen gepilgert, es gab Schnitzel. Eine erste Eskalation gab es, als unser falschfahrender Cheftrainer dem hungrigen, hungrigen Christian das letzte Schnitzel vor der Nase wegschnappte. Handgreiflichkeiten wurden nur durch den eilig herbeigebrachten Nachschub durch den Küchenchef vermieden.


Heiko und Christian holten nach dem Mittag erstmal literweise Getränke für die Grundversorgung unserer Sportler. Diese hielten kurz Mittagsruhe, bis Alex um 14 Uhr zum ersten Höhepunkt lud, seine traditionelle Eröffnungsansprache. Dieses Mal kürzte er diese merklich, der Aufmerksamkeitsspanne der heutigen Jugend muss sich eben angepasst werden. Im Hintergrund bauten Christian und Heiko die Fechtbahnen auf und legten das Material mundgerecht hin.  Während draußen die Welt unterging, kündigte Alex dann die erste Outdooreinheit an, der Jubel hielt sich in Grenzen.


Die unverhoffte kurze Freizeit danach wurde zum Tischtennisspielen genutzt, ehe es um 16 Uhr das erste Mal ernst wurde. Richtiges Training! Alex rüstet ja jedes Jahr auf, so kamen diesmal Hütchen, Schwingstäbe und Gummibänder zum Einsatz und die ersten Schweißtropfen wurden sichtbar. Derweil vergnügte sich Christian im Fitneßraum und Heiko bildete sich multimedial weiter und studierte die neuesten Entwicklungen im Ballsport. Nur schlechte Menschen würden sagen, dass er Fußball geguckt hat!




Der Außenbereich hatte sich inzwischen merklich abgetrocknet, so dass die Hockeyschläger ausgepackt wurden, um die Zeit bis zum Abendbrot zu überbrucken. Team Alex hatte am Ende gewonnen und alle hatten Hunger. Der Versuch von Christian, Alex auch irgendwas wegzufuttern, scheiterte an den verschiedenen Essensgeschmäckern.


 

Inzwischen sind alle auf ihren Zimmern, Jan setzt sein Doppelkopfprojekt vom letzten Jahr fort und bringt Weisheiten unters Volk. Heiko sortiert Bilder, Renate inspiziert die Pflanzen im Anwesen und Alex schläft vermutlich schon. Mal sehen, wie fit morgen früh alle sind, der Abend ist ja noch jung.

Nachtrag: Alex ist gerade wieder aufgetaucht! Er schläft nicht, er arbeitet auch noch, wir sind ja schließlich hochprofessionell.

Nachtrag 2: Eine spontane Zimmerinspektion führte zu der Erkenntnis, dass unsere Kinder extrem vorbildlich sind, alters- und geschlechtsübergreifend wird "Stadt-Land-Fluß" gespielt. Heiko, Christian und Alex dachten daraufhin an die Trainingslager ihrer eigenen Jugend zurück, mit deutlich anderen Erinnerungen.

 

 Tag 2


Bevor wir uns dem zweiten Trainingslagertag widmen, wollen wir noch kurz ein Spiel vorstellen, welches Heiko und Christian unfreiwillig erfunden haben. Wir haben es im Nachhinein "Fahrstuhlbingo" getauft. Es geht folgendermaßen: Man stellt sich in den Fahrstuhl, vergisst aber eine Etage zu wählen, sondern läßt sich überraschen, auf welcher Ebene man rauskommt, wenn andere den Fahrstuhl bestellen.


Der heutige Tag war ein sonntäglicher, daher wurde, wie im letzten Jahr, auf Frühsport verzichtet. Wir starteten den Tag mit Frühstück, bei dem überzeugte Renate mit biologischem Fachwissen. Sie klärte uns auf, dass der Honig für die Brötchen nur so hart ist, weil die Bienen Verstopfung hatten.

Die erste sportliche Aktion des Tages waren die Lektionen für Helene und Clara, ehe es mit einer Beinarbeitseinheit für alle bis zum Mittag weiterging, während Heiko und Christian Tischtennis spielten.

Während dieser Einheit erreichte uns von Rüdiger Haupt eine Herausforderung zur aktuell laufenden Ice Bucket Challenge an Christian. Dieser nahm diese natürlich an und überzeugte noch 3 weitere Sportler, sich kaltes Wasser über den Kopf kippen zu lassen. Das Video von Christian gibt es auf Facebook zu sehen, Michael Bertko ist nominiert, wir hoffen, dass er liefert!

https://www.facebook.com/Fechtzentrum.Erfurt


Zum Mittag gab es Klöße und Rotkraut und danach Freizeit. Während dieser wollte Wiebke den örtlichen Supermarkt besuchen, eine kleine Auffrischung des Wochentages brachte sie aber von diesem Projekt ab.

Im Anschluss gab es weitere Lektionen, und einen Skandal der besonderen Art. Unsere Frau Hellbach musste quasi von der Tischtennisplatte weggezerrt und erinnert werden, dass ihre Lektion seit 2 Minuten läuft und der Sportler wartet!

2 Stunden Lektionen wurden von Christian und Heiko genutzt, um sich körperlich im Fitnessraum zu stählen, während einem Teil unserer Jugend die Fechtkenntnisse von Renate und Alex vermittelt wurden.

Ab 16 Uhr wurde das erste Mal die Fechtkleidung angelegt und die Bahnen in Betrieb genommen, wir können melden, dass alle nach 5 Wochen Ferien noch wissen, wie es geht. Für einige bestand die Herausforderung, das erste Mal mit dem großen Florett arbeiten zu müssen, aber man gewöhnt sich ja an alles.

Da eine 2-stündige Trainingseinheit nicht ohne Ausdauersport auskommen kann (zumindest nicht bei Alex), wurde im Anschluss 15 Minuten lang joggend die Gegend erkundet. Die Gruppe lief zwar geschlossen los, es kam aber jeder einzeln an, die Kraft reichte allerdings noch für ein Hockeyspiel.


Alex besteht drauf, dass wir erwähnen, dass er zum Abendbrot 10 Minuten auf seine Nudeln warten musste, während sich bei anderen Betreuern bereits die Teller stapelten. Im folgenden Bild kann man sehen, wie gut es schmeckt viel Energie wir durch den Sport benötigen (Ja, das ist die Ausbeute einer einzelnen Person!).


Aktuell ist es Abend geworden, die Jugend ist auf den Zimmern und die Betreuer sitzen zusammen und schauen Fotos an, während dieser Text entsteht.

 

Morgen kommt endlich der Rest, wir freuen uns!

 

Tag 3


Montag, und der Tag beginnt mit Frühsport! Punkt 7 waren alle angetreten und es ging los, dieses Mal überraschte Alex mit einer neuen Streckenführung, die alten Pfade waren wohl nicht mehr zu gebrauchen. Während die Gruppe in Wald war, reiste, taktisch klug, Charlotte 10 Minuten nach Beginn der Joggingrunde an, und verpasste diese somit knapp. Renate sorgte für einiges an Verwirrung, als sie Alex mit einem Baum verwechselte.

Beim Frühstück wurde dieses Mal auch die Ursache des dünnen Orangensafts bei den Bienen gesucht, wir kamen aber zu keiner zufriedenstellenden Antwort.

Nach dem Essen gab es Pause, während der weitere Sportler anreisten und in ihre Zimmer eskortiert wurden. Ab 9:30 wurde vor dem Haus ein Hindernisparcour aufgebaut und die allgemeinen koordinativen Fähigkeiten auf den Prüfstand gestellt. Es hat sich keiner verletzt!

Anschließend ging es daran, die Sprintfähigkeiten unserer Jugend zu ermitteln, 30 Meter versuchten alle, das Beste aus sich herauszuholen, scheiterten aber bereits im dritten Jahr in Folge an der Zeit von Christian, der weiterhin auf vernünftige Konkurrenz auf der Kurzstrecke wartet.

Danach ging es bis zum Ende der Einheit auf den Ballplatz zum Fussball, während Thomas mit den 4 letzten Sportlern anreiste und damit die Gruppe fast vervollständigte, es folgt nur noch Micha, der morgen aufschlagen will.


Zum Mittag gab es klassisch Nudeln mit Tomatensauce, nach verzehrter Mahlzeit ging es für den Großteil in die Mittagsruhe, lediglich die Spätangereisten mussten die verpassten Trainingseinheiten im Laufschritt nachholen.

Das erste richtig gemeinsame Training nutzte Alex erstmal eine Stunde lang für einen Monolog über Saisonziele, Trainingszusammenhalt, Lektionsgestaltung und Wettkampfplanung. Alle hingen gespannt an seinen Lippen.


Das anschließende Hockeyturnier wurde zum Nervenkitzel, erst das letzte Spiel entschied über den Sieg. Es gibt weiterhin keine Verletzten. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre haben wir uns nicht nur, wie sonst üblich, eine kleine Reiseapotheke mitgenommen, sondern sind besser ausgestattet als die meisten Arztpraxen hier, und keiner tut sich was. Wir klopfen gerade dreimal auf Holz und bewerfen schwarze Katzen mit Salzstreuern, damit es so bleibt.

In den fechterischen Partnerübungen wurden am späteren Nachmittag Grundprinzipien des Fechtens vertieft und anschließend praktisch auf den Bahnen angewendet. Dabei wurde auch erstmal Material im größeren Maß zerlegt, aber wozu haben wir denn 3 Leute dabei, die sowas reparieren können. Während die Sportler sich verausgabten, produzierten Heiko und Christian über 600 Bilder allein vom heutigen Tag. Diese werden gerade gesichtet und sortiert, wir werden bis morgen früh sitzen.

Das Abendbrot wird immer mehr zum Krieg, immer mehr Gäste im Haus streiten sich um die besten Plätze in der Schlange am Buffet, manchmal muss man alle 5 Minuten gucken, ob nachgefüllt wurde. So ging es heute Alex, der 5 mal hin- und herlief, bis sein Teller ausreichend gefüllt war. Außerdem mussten wir feststellen, dass die Tische langsam aber sicher zu klein werden für unsere Ansprüche!


Es ist Abend, die Betreuer, inzwischen zu sechst, nach der Anreise von Steffi und Thomas, sitzen zusammen und analysieren die die bildlich festgehaltenen Leistungen unserer zukünftigen Weltmeister.

 

Tag 4

Der allmorgendliche Frühsport war heute nasskalt, selbst unser Cheftrainer schwächelte, dank einer kleinen Magenverstimmung musste er das Tempo etwas drosseln. 3 Sportler kamen eine Minute zu spät, retteten sich aber mit einem individuellen Laufprogramm.

Das Frühstück wird immer wortkarger und jede freie Minute wird zum Morgen-, Mittags-, oder Nachmittagsschlaf genutzt.

Aufgrund der Wetterlage wurde die Ausdauereinheit im Freien in einem Beinarbeitseinheit drinnen umgewandelt, Thomas, Renate und Alex versuchten, einen virtuosen Haufen Beine und Arme auf eine einheitliche Linie zu bringen, während Heiko bastelte und unsere beiden Nichtfechterinnen Cora und Kora ein Ausdauerprogramm im Fitneßraum abspulten.

Bei der abschließenden gemeinsamen Gymnastik bewies Steffi, dass sie trotz längerer Sportpause weiterhin gelenkig und gut koordiniert ist, was man nicht von allen unserer Jugendlichen behaupten kann.

Zum Mittag wurde wieder kräftig zugeschlagen, seit der Anreise von Thomas wurde auch an die Platzaufteilung an den Tischen kreativ herangegangen, die Tischgröße entspricht einfach nicht unseren Anforderungen.

Nach dem Mittag reiste dann auch endlich Micha an, pünktlich zum großen Lektionsblock stand er in der Halle, Renate, Alex, Thomas und Micha nahmen sich fast alle Fechter individuell zur Klinge, lediglich Lea war heute nicht dran. Um auch eine Beschäftigung zu haben, lies sie sich von Christian überreden, die E-Weste anzulegen und sich mit ihm auf der Fechtbahn zu messen. Degenfechter Christian bewies dabei, dass er mit dem Florett aktuell nicht mehr mit Lea mithalten kann, zu seinem eigenen Entsetzen musste er sich zweimal mit 8:10 geschlagen geben. Da hat Alex wohl einiges richtig gemacht bei ihr.

Gleichzeitig qualifizierte sich Steffi durch eine halbstündige Lektion bei Renate zur fortgeschrittenen Fechterin, sie kann jetzt auch eine Umgehung. Der Rest spielte Tischtennis oder schlief.

 

Ab 16:30 ging es nahtlos mit der nächsten Fechteinheit weiter, Partnerübungen standen auf dem Programm, dadurch, dass wir 3 Gruppen bilden konnten, war die individuelle Arbeit viel zielgerichteter.

Am Dienstag ist ja traditionell Lagerfeuerabend mit Eltern, da es aber weiterhin nach allen Kräften regnete, wurde das Feuer auf Mittwoch verschoben und der Fechtraum umgebaut, damit gemütlich zusammengesessen werden konnte. Die Anzahl der Eltern, die ihre Kinder besuchten, erreichte in diesem Jahr eine neue Rekordzahl und die Plätze wurden knapp, als Heiko die Fotos der ersten Tage präsentieren. Anschließende bildeten sich viele kleine und große Gesprächsgruppen, die sich zu allen möglichen Themen austauschten. Gegen 21.30 Uhr reisten die letzten Eltern wieder ab und die Kinder verschwanden auf den Zimmern. Wir stellen fest: Sie gehen jeden Tag etwas eher ins Bett!

 

 

Tag 5

Alex ist wieder fit, der Regen hat aufgehört, also wurde um 7 der Frühsport wieder im Vollprogramm absolviert, Thomas verpasste einigen danach noch ein paar Dehnungsübungen.

An dieser Stelle wollen wir erwähnen, dass besonders Helene in Topform ist, selbst blutende Füße halten sie nicht davon ab, regelmäßig als erste und schnellste aus dem Wald zurückzukommen.

Beim Frühstück wurde am Trainertisch eine Umstrukturierung des Trainingsplans beschlossen, aufgrund des Wetters und der dritten Fechtbahn, die wir zur Verfügung haben, konnten wir einiges zusammenfassen und umstellen, so dass wir den heutigen Vormittag mit dem Geländespiel von Thomas gefüllt haben. Die Jugend wurde in drei Teams aufgeteilt und musste für gut 2 Stunden verschiedene Aufgaben, die die Kreativität und das Organisationstalent herausforderten, lösen. So mussten unter anderem Boote gebastelt, Fotos mit Touristen gemacht, Fragen zu Oberhof beantwortet, Gedichte gereimt, Rätsel gelöst, Tiere gefangen, Gegenstände der Natur gesucht und Briefmarken ohne Geld organisiert werden. Bei der Aufgabe, Wortketten aus Tieren und Pflanzen zu bilden, mischten sich Heiko und Christian ungefragt ein. Wir werden sehen, ob die Schnapsdrossel, der Schluckspecht und die Luftschlange von der Jury akzeptiert werden.

Nach den obligatorischen Mittagessen kam es zur Präsentation und Auswertung des praktischen Teils des Geländespiels, Boote wurden präsentiert und gemeinschaftlich das Rennsteiglied vorgetragen.

Anschließend gab es den zweiten großen Lektionsblock dieses Trainingslagers, unsere 4 sportlichen Betreuer gaben alles und vertieften und ergänzten die individuellen Fähigkeiten unserer Jugend. Heiko versuchte währenddessen stundenlang, die richtige Musik für die diesjährige Fotozusammenfassung zu finden. Großes Lob an dieser Stelle an Heiko, der wirklich fast jede freie Minute genutzt hat, um Fotos auszuwählen, einzufügen, Übergänge zu erstellen und die Musik anzupassen. Danke!

Nachdem die Lektionen erfolgreich bewältigt waren, folgte der organisatorisch schwerste Teil des Trainingslagers, das Gruppenfoto. Wie immer war der ein oder andere einfach verschwunden, Steffi musste geweckt werden und es brauchte 10 Minuten um die richtige Position für jeden zu finden. Das Ergebnis kann sich allerdings sehen lassen. Da er nun auf dem offiziellen Foto zu sehen war, war Alex der Meinung, dass er ja jetzt auch wieder heim fahren kann, machte sich aus dem Staub und lies uns ratlos und verwirrt zurück. (Tatsächlich hatte Alex für Donnerstag und Freitag bindende Verpflichtungen, die natürlich mit uns abgesprochen waren)

Der fechterische Höhepunkt des Tages war der Abschlusswettkampf der Schüler und der Jugend, jeder war bemüht, sein erlerntes Können zu zeigen. Bei den Schülern konnte sich am Ende Arthus durchsetzen, Lea gewann, nicht ganz überraschend das Turnier der Jugend. Da Alex nicht dabei war, haben wir es sogar pünktlich geschafft, fertig zu werden und sind rechtzeitig über das Abendbrot hergefallen.

Da es am Vortag geregnet hatte und das Lagerfeuer abgesagt werden musste, holten wir dieses heute einfach spontan nach. Vorher allerdings musste Micha seine Ice-Bucket-Challenge einlösen, die ihm Christian eingebrockt hatte (siehe Tag 2). Selbstverständlich stellte er sich der Herausforderung und brachte gleichzeitig eine Lawine ins Rollen, da er 3 unserer Jugendlichen nominierte. Mehr dazu später. Da Heiko ebenfalls an Tag 2 nassgemacht wurde und seine Nominierungen ausgesprochen hatte, musste Thomas gleich nach Micha ran, kurz vor Tageslichtende konnte sein Video aufgenommen werden, das Feuer brannte schon. Nominiert sind übrigens unsere beiden Vorstands-Michas sowie Mario.

Der Abend klang am Lagerfeuer aus, es wurden verschiedenste Themen diskutiert, Arthus und Lucas waren laut und anstrengend, folgten dem Bettbefehl allerdings schließlich widerstandslos.

 

Tag 6

Schon der letzte volle Tag in Oberhof. Schade eigentlich, das ging viel zu schnell. Frühsport findet natürlich auch ohne Alex statt, aufgrund des anstehenden Vormittagsprogramms wurde dieser allerdings gekürzt und um eine Dehnungseinheit erweitert. Nach dem Frühstück versammelten sich zunächst ein paar frühe Vögel zum Bobbycar-Fahren und anschließend alle freudestrahlend zum Ausdauerlauf. Insgesamt 40 Minuten wurde um das Objekt gelaufen, während einige vorbildlich unterwegs waren (z.B. Jan, Helene, Ludwig und Arthus), setzten andere ihre Energie dazu ein, ein Tempo zu finden, dass gerade noch nach Joggen aussieht.

Durch die grobe Fehlkalkulation von Alex war diese Einheit schneller fertig als geplant, so nutzten unsere Sportler die Zeit für unverhoffte Freizeit, während die Betreuer bereits anfingen, die Fechthalle aufzuräumen, selbstverständlich in Rekordzeit. Habe ich alle Betreuer gesagt? Nein, nicht ganz. Renate gab Steffi währenddessen eine Zusatzlektion, langsam müssen wir wohl den dritten Fechtpass für Familie Freye ausstellen.

Nach dem Mittagessen wurde angefangen zu packen, ehe es 13:30 für Team 1 ins örtliche Schwimmbad ging, während das kleinere Team 2 ins Exotarium aufbrach. Unser Autor war selber nicht mit baden, aber es wurde berichtet, dass uns wohl fast schon eine Prämie angeboten wurde, wenn das Bad eher verlassen wird, soviel Spass hatte die Gruppe. In Gruppe zwei ging es ruhiger zu, es wurden Schlangen, Vogelspinnen und Fische bewundert und dann wieder Richtung Hotel gewandert. Bevor es Essen gab, verabschiedeten sich Renate und Micha und machten sich auf Richtung Heimat.

Bei Grillabend des Hauses wurde reichlich zugeschlagen, Thüringer Spezialitäten schmecken eben doch am besten!

Bevor es zur Auswertung und Siegerehrung ging, folgte noch eine Serie von Ice-Bucket-Challenges, es begannen die 3 Personen, die von Micha am Mittwoch nominiert worden waren, es wurde weiternominiert, die Eimer wieder gefüllt, gekippt, nominiert, aufgefüllt usw.

Danke an dieser Stelle an Daphne, die, nach einigen gescheiterten Versuchen von Christian, schon andere dazu zu überreden, unsere Steffi nominiert hat. Einige Schimpfwörter später hat sie sich dann auch tatsächlich der Sache gestellt und am lautesten von allen geschrieen.

Wenn wir uns nicht verzählt haben, gab es in dieser Woche insgesamt 20 Personen aus unserer Runde, die nass geworden sind.

Nachdem alle wieder trocken waren, versammelten wir uns im Trainingsraum, es wurde ein Fazit gezogen und die Sieger des Geländespiels, des Hockeyturniers und des Fechturniers geehrt. Dank dem Einsatz von Steffi und Heiko konnte am Ende jeder ein Andenken an Oberhof mitnehmen.

 

Tag 7

Der Tag der Abreise. Noch ein letztes Mal 7 Uhr Frühsport in der frischen Morgenluft, ehe alle ein letztes Mal fluchend auf die Zimmer zurückkonnten. Sagen wir, fast alle. Thomas hat bei einem namentlich nicht genannten Sportler jetzt was gut, da er bei der (erfolgreichen) Schlüsselsuche im Wald assistieren musste.

Nach dem das abschließende Frühstück gegessen war, wurden die Zimmer in einen Zustand zurückversetzt, der wieder einem Hotel und weniger einer Räuberhöhle gleicht. Die langsam eintrudelnden Eltern sammelten ihre müden Kinder ein und das Fechtmaterial verschwand wieder auf wundersame Weise in den Kofferräumen. Falls Euch Eure Kinder irgendwelche Geschichten vom Trainingslager erzählt haben, hier nun die offizielle, allein gültige Zusammenfassung:

 

- Es hat allen geschmeckt

- Es war nicht zu kalt

- Die Betreuer waren spitze (!!)

- Die Kinder waren frech, vorlaut und haben nur Blödsinn gemacht

- Die Erwachsenen hatten Eiswasser, die Kinder nicht!

- Lea, Charlotte, Wiebke und Sophie können ganz toll singen

- Renates Essen hat sich immer von selber versteckt

- Alle Kinder reden scheinbar im Schlaf, manche hüpfen sogar rum dabei

Das ausführlichere Fototagebuch findet Ihr hier: https://picasaweb.google.com/FechtenErfurt/TrainingslagerOberhof2014

 

Danke an alle, die dabei waren und  uns unterstützt haben. Es war wirklich sehr harmonisch und entspannt, abseits von ganz kleinen, harmlosen Vorkommnissen, die aber einfach zur Trainingslager-/Klassenfahrt-/Ferienfreizeitatmosphäre gehören, ist nix passiert, der verlorene und wiedergefundene Schlüssel war tatsächlich schon das größte Ereignis aus unserer Sicht.

Danke für die Aufmerksamkeit, bis nächstes Jahr!

Daphne, Helene, Clara, Sophie G., Sophie D., Lea, Charlotte, Wiebke, Lena, Christine, Cora, Kora-Lene, Max, Luis, Jan, Felix, Arthus, Konstantin, Lucas, Ferdinand, Ludwig, Louis, Renate, Steffi, Thomas, Alex, Micha, Heiko und Christian